Der zweite Tag unseres Kurztrips war gleichzeitig auch Männes Geburtstag. Also haben wir ganz entspannt unser Frühstück erst zu halb zehn bei unserer Wirtin bestellt. Dieses stand dann auf einem Tablett vor unsrer Zimmertür und war einfach nur lecker. Frische Brötchen, Croissants, Brot, dazu gekochte Eier, verschiedene Arten Aufschnitt und Käse und eine Konfitüre. Für jeden noch ein Joghurt und frische Weintrauben. Dazu als Überraschung eine Flasche Champagner (heimlich vorher von mir geordert
). Dazu soviel Kaffee oder Tee wie wir wollten. Bis auf die Eier und den Champagner war das Frühstück jeden Tag so reichhaltig.
Nach trödeligem Duschen hieß es Pläne für den Tag schmieden. Das Geburtstagskind durfte wählen und entschied sich klassisch männlich für das Heineken Museum und gegen das Reichsmuseum. Hatte ich nichts gegen, mir stand auch nicht so die Laune nach Kunst.
Mit dem Bus ging es dann wie gewohnt schnell in die Innenstadt, vom Bahnhof aus nahmen wir dann eine der Trams Richtung Museum. Direkt vor dem HBf steht eine Übersichtskarte mit allen Bus-/Tramhaltestellen am Hbf, auf der auch notiert ist, welchen Linie man nehmen muss um zur jeweiligen Attraktion zu kommen.
Dank der vorbestellen Karten (im ersten Teil erwähnt) brauchten wir uns nicht anstellen und waren ratzfatz im Museum. Dort lernten wir dann, woraus das Bier besteht (nix neues, aber mal wieder interessant zu hören); etwas über das Familienunternehmen Heineken; erfuhren wie man sich als Bier während des Brauens und Abfüllens fühlt und konnten uns die Pferde angucken, die auch heute noch zu besonderen Gelegenheit Bierwagen durch Amsterdam ziehen.
Nach dem wir wussten, wie man sich als Bier fühlt, durften wir in die Tasting Bar, wo ein schmucker Holländer 0,1 l Gläser mit Bier aushändigte und allen dann erklärte, wie man denn ein Bier richtig trinkt. Betrachten, riechen, dann “Prost” sagen, wie man das in Holland macht und runter damit. Das hab ich dann wörtlich genommen, ich hatte so einen Durst. Männe hat mich angeguckt wie ein Auto, da ich normalerweise Pils pur überhaupt nicht mag und eher Mixbiere oder Alt bevorzuge. Aber ich muss sagen, das war wirklich lecker (Kontodaten für die Schleichwerbung bitte per Email erfragen
). Danach kam man noch durch diverse Räume in denen man sich die Werbefilmchen von Heineken anschauen konnte oder was über das Sponsoring der Champions League erfuhr.
Zum Abschluss des Besuchs ging es dann nochmal, naaa? Genau, Bier trinken. In der “Worlds Bar” bekam man gegen Chips, (die man zu Beginn am Eingang ausgehändigt bekommen hatte) wahlweise je zwei Gläser 0,35 l oder ein 0,5 l unter null °C gekühltes Bier. Man bekommt für die Chips dort auch anti alkoholisches, denn schließlich besuchen auch Kinder das Museum. Wir hatten jeder ein kleines Glas und haben uns das Große dann geteilt. Danach wurde es dann Zeit, dass ich an die Luft kam, denn mittlerweile war es ca. 15.30 Uhr, ich hatte seit dem Frühstück nichts mehr gegessen und war nun leicht lustig angehaucht.
Als wir aus dem Museum raus waren, sind wir erst mal wieder zu unserem B&B gefahren, wir wollten uns vor dem Essen gehen abends ein wenig ausruhen, frisch machen und ich musste dringend Obstreste des Frühstücks vertilgen.
Für das Abendessen hatten wir uns ein holländisches Restaurant aus geguckt, aber als wir nach langem Suchen in den Grachten dort ankamen war es pickepackevoll, weil wir viel zu spät dran waren. Mit Mägen in den Kniekehlen sind wir also wieder Richtung Innenstadt gewandert und dort bei einem Portugiesen gelandet, dessen Essen so unschmackhaft war, dass ich den Namen postwendend wieder vergessen habe.
(Hier geht es zu Teil I)








